Home » Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen.
  • Impressum
  • Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen.

    Geschrieben in Allgemein von Rebekka am 27 April 2010

    Es hieß, keine Strickstücke anfangen, bevor die alten nicht fertig sind. Es hieß außerdem, keine Wolle kaufen, bis mindestens eine Kiste leer ist.

    Nun.

    Die Altlasten sind verstaut und fertig, bis auf die kleine rote Jacke. Die weigert sich standhaft. Mir fehlen für die fertigen Sachen noch Photos, aber ansonsten ist alles tiptop.

    Ich hab allerdings schon wieder 4 Projekte auf den Nadeln. Also. Ich kann das erklären. Es war nämlich so. Und dann war da ein neues Muster. Und die Nadeln waren noch frei. Und ich brauchte Pause vom derzeitigen Stück. Man kann nicht immer nur mit einer Nadelstärke stricken, das ist schlecht für die Gelenke.

    Plausibel? Geht schon.

    Dann aber passierte heute das hier:

    Ich weiß wirklich nicht, was ich dazu sagen soll. Am besten gar nichts.

    Herr Wachtmeister, ich habe diesen Wollturm noch nie zuvor in meinem Leben gesehen!

    Nachtigall ich hör Dir trapsen

    Geschrieben in Gestrickt,Tücher & Schals von Rebekka am 27 April 2010

    Ich bin unkreativ, was Projketnamen angeht.

    Das Muster heißt Gail. Das Projekt heißt Gail. Die Wolle ist Malabrigo Baby Lace in Pearl. Nadel 4,5. Eine Wiederholung weniger, als im Muster vorgeschrieben.

    Über dieses Muster gibt es tausende von Anmerkungen und mehr als einmal den Hinweis, dass es ganz schön schwierig sei. Fand ich nicht.

    Männer-Mütze

    Geschrieben in Gestrickt,Mützen von Rebekka am 26 April 2010

    Männer brauchen Mützen, sagt der Mann. Wegen des empfindlichen Hirns und auch der hohen Stirn.

    Es gab also einen Hut für den Herrn und zwar den Irish Hiking Hat (Ravelry Link) von Alicia Granquist mit einem sehr hübschen, leider auf dem Photo nicht sichtbaren Zopfmuster.

    Gestrickt wurde mit einer Nadel Nr. 5 und Lana Grossa Bingo von Junghans Wolle in schwarz.

    Schwarz stricken ist ja immer ein bißchen kritisch, weil es so dunkel ist und man die Maschen nicht richtig sieht und überhaupt Gelb eine viel bessere Wahl für alles ist. Der Mann allerdings war von dieser überragenden logischen Kette nicht zu überzeugen. Auch Grau sollte es nicht sein. Schwarz. Schwarz wie des Schornsteinfegers Füße und des Mannes Seele.

    Naja. Was soll ich da groß diskutieren?

    Lana Grossa Bingo ist übrigens wirklich fantastisch. Mit Nadel 5 passiert schnell was – für die Mütze habe ich nur 2 Tage gebraucht – und es ist erfreulich kostengünstig. Das nehm ich wieder!

    Der Mann weigerte sich übrigens standhaft für ein Photo zu posieren. So musste ich meinen männlichsten Gesichtsausdruck auflegen und den Markus Schenkenberg machen. Glücklicherweise übrigens, sonst hätten wir nie herausgefunden, dass auch mir die Mütze ungemein gut steht.

    Wir kämpfen jetzt drum, wenn es kalt wird.

    Seiden-Toffee-Saroyan

    Geschrieben in Gestrickt,Tücher & Schals von Rebekka am 7 April 2010

    Mmmmmmalabrigo. Mit Seide. Malabrigo Silky Merino ist bisher mein allerliebstes Garn von Malabrigo, weil seidenweich, zart schimmernd und nicht so zippelig dünn wie das Malabrigo Baby Lace. Gekauft bei wolltrend.de, die bedauerlicherweise Malabrigo kürzlich ausgelistet haben.

    Ich mag diese Toffee-Farbe extrem gern, Karamel ist sowieso eine große Schwäche von mir. Es erinnert mich an die Kuh-Karamelbonbons auf die ich sehr scharf bin. Die Originalfarbe heißt Topaz.

    Der Saroyan von Liz Abinante ist ein fantastisches Muster. Es ist spannend genug, um nicht langweilig zu sein, einfach genug, dass man nebenher reden kann und schnell genug, um meinem derzeitigen Hang nach Instant Gratification gerecht zu werden. Kostenfrei noch dazu.

    Reine Strickzeit waren schätzungsweise 24 Stunden. Verstrickt wurden 2 Stränge Malabrigo Silky Merino in Topaz mit einer Nadel Nr. 5,5.

    Und draußen im Hotel d’Amour

    Geschrieben in Gestrickt,Handschuhe & Stulpen von Rebekka am 6 April 2010

    Die Wolle habe ich Vatterstetten auf dem Wollmarkt am Wollmeise-Stand ergattert. (Bitte – ist die Häufung von “Woll-” im letzten Satz nicht schon fast poetisch?)

    Die Farbe heißt “Skandal um Rosi” und damit war für mich sofort klar, wer Empfänger sein sollte: Meine Freundin Eva nämlich hat zur Spider Murphy Gang ein ganz besonderes Verhältnis. Unklar war lange, was es werden sollte.

    Letzendlich habe ich mich für Susie’s Reading Mitts von Janelle Masters entschieden.

    Das Muster ist entzückend. Schön schnell und genau das richtige Verhältnis zwischen schlicht und verspielt. Schlicht war mir wichtig, damit die Farbe schön alleine wirken kann – die Streifen sind wirklich allerliebst.

    Ich habe mit einem Nadelspiel 3,5 angefangen. Die laut Muster verlangten Abnahmen führten aber dazu, dass die Wolle nicht mehr hübsch streifte sondern unhübsch poolte. Das wollte ich nicht so gerne. Stattdessen bin ich auf ein Nadelspiel Nr. 3 umgestiegen. Ich hab sie außerdem ein gutes Stückchen länger gestrickt, weil Eva auf lange Stulpen steht.

    Am Daumen habe ich 3 Maschen, statt einer zusätzlich angeschlagen. In der kleineren Version passte mein Daumen kaum durch das Loch.

    Ich hatte einen kurzen hektischen Moment ganz am Anfang. Laut Anleitung soll nach vor dem ersten Lace-Muster etwas umgedreht werden. Doch was? Soll man irgendwo Maschen anstricken, aufnehmen, hä? Später dann schien es mir blöd, dass es mir nicht von Anfang an klar war: Die Picot-Spitze am Ende wird durch Umschläge und zusammengestrickte Maschen erzielt. Die eine Hälfte wird dann einfach nach innen geschlagen und umgenäht.

    Problematisch war die erste Anprobe. Ich fand die Mitts so super, ich wollte sie gar nicht mehr ausziehen. Dabei sollten sie doch eigentlich ein Geschenk sein. Glücklicherweise hat da Frau Wollmeise vorgesorgt – ich habe noch genügend Garn übrig um für mich Rosi-Stulpen 2 zu stricken.

    Honking Schal

    Geschrieben in Gestrickt,Tücher & Schals von Rebekka am 6 April 2010

    Der Mann bat um einen Schal. Einen dünnen, damit es am Hals nicht zieht, aber auch nicht schwitzt. Mit einem Schlitz, durch den das eine Ende des Schals gezogen werden kann. Er durfte auch nicht zu lang sein, damit er bequem unter die Jacke passt.

    Der Palindrome Scarf von Carol Sunday ist unheimlich clever: Durch unterschiedlich lange Rippen rollt sich der Schal nicht zusammen, sieht von beiden Seiten gleich aus und hat den schönen Fall von glatt rechts Gestricktem.

    Der Mann wünschte sich zudem einen stylischen roten Ralleystreifen in der Mitte.

    Gestrickt mit Nadel 3,5 und Rowan 4 ply Soft in den Farben sooty und honk von Wolle & Design. Über den Namen honk haben wir mehrfach herzlich gelacht und so dann auch den Schal genannt. Ich denke dabei an einen Clown mit quietscheroter Nase. Honk Honk.

    Nach 12 cm habe ich den Schal geteilt und 10 cm den Schlitz gestrickt. Dann wieder zusammengefügt. Nach dem Spannen ist er ungefähr 1,50 m lang.

    Das Stricken war hinreichend langweilig. Der rote Streifen war zwar eine gute Übung fürs Intarsien stricken, aber nach 10 cm war auch da die Spannung arg abgewetzt. Die letzten 40 cm waren nur noch Sklavenarbeit, insbesondere weil ich nochmal aufmachen musste. Der erste Versuch war einfach zu kurz.