
Am Wochenende habe ich genäht. Ich bin blutiger Anfänger und hab bisher noch nie ohne die helfende Hand meiner Mama an der Nähmaschine gesessen. Ich will das aber können, ich will auch tolle Dinge nähen können, zum Beispiel die Sophia Carry-All von Amy Butler. Saskia von Sushi näht hat so ein wundervolles Exemplar gemacht, das könnte ich stundenlang ansehen. Besser wäre, ich könnte es stundenlang selber nähen um es dann stundenlang durch die Gegend zu tragen.
Großes Ziel: Nächstes Jahr um diese Zeit möchte ich gut genug nähen können, um eine Sophia nur für mich zu machen.
Zurück zum Wochenende. Mein Schreibtisch wird derzeitig (hust) anderweitig genutzt, so dass ich mit all meinen Dingen ins Wohnzimmer ziehen muss. Der Mann hatte vorher seine Erlaubnis erteilt, sich aber erbeten, dass am Montag alles wieder weggeräumt werden sollte. Er sah mir kopfschüttelnd zu, wie ich Garn und Schere und Stecknadeln und Stoff und Nähmaschine herbeischleppte und schlug vor, man sollte sich doch mal ein Hobby ohne Zubehör suchen. Ha! Was für ein Hobby soll das wohl sein?
BiBii hat so schöne Sachen in ihrem Blog und behauptet, sie sei auch Anfängerin. Also sollte es ja so schwer nicht sein, etwas halbwegs präsentables zu bauen. Oder? Oder?
Ich hab für das Nadelspieletui dann tatsächlich einen ganzen Tag gebraucht. Im Nachhinein weiß ich nicht, wo die Zeit hin ist. Das Nähen hat nicht so lange gedauert, das Zuschneiden auch nicht, das Stecken ging relativ flott… Irgendwo rund um die Nähmaschine ist ein Zeitloch.
Spaß hat es trotzdem gemacht und ich bin trotz krummer Ecken mit dem Ergebnis zufrieden – Insbesondere weil meine Nadelspiele jetzt endlich mal sortiert sind und nicht einzeln durch die Weltgeschichte bummeln. 5 Freunde sollt Ihr sein!
