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    Geschrieben in Gestrickt,Handschuhe & Stulpen von Rebekka am 6 April 2010

    Die Wolle habe ich Vatterstetten auf dem Wollmarkt am Wollmeise-Stand ergattert. (Bitte – ist die Häufung von “Woll-” im letzten Satz nicht schon fast poetisch?)

    Die Farbe heißt “Skandal um Rosi” und damit war für mich sofort klar, wer Empfänger sein sollte: Meine Freundin Eva nämlich hat zur Spider Murphy Gang ein ganz besonderes Verhältnis. Unklar war lange, was es werden sollte.

    Letzendlich habe ich mich für Susie’s Reading Mitts von Janelle Masters entschieden.

    Das Muster ist entzückend. Schön schnell und genau das richtige Verhältnis zwischen schlicht und verspielt. Schlicht war mir wichtig, damit die Farbe schön alleine wirken kann – die Streifen sind wirklich allerliebst.

    Ich habe mit einem Nadelspiel 3,5 angefangen. Die laut Muster verlangten Abnahmen führten aber dazu, dass die Wolle nicht mehr hübsch streifte sondern unhübsch poolte. Das wollte ich nicht so gerne. Stattdessen bin ich auf ein Nadelspiel Nr. 3 umgestiegen. Ich hab sie außerdem ein gutes Stückchen länger gestrickt, weil Eva auf lange Stulpen steht.

    Am Daumen habe ich 3 Maschen, statt einer zusätzlich angeschlagen. In der kleineren Version passte mein Daumen kaum durch das Loch.

    Ich hatte einen kurzen hektischen Moment ganz am Anfang. Laut Anleitung soll nach vor dem ersten Lace-Muster etwas umgedreht werden. Doch was? Soll man irgendwo Maschen anstricken, aufnehmen, hä? Später dann schien es mir blöd, dass es mir nicht von Anfang an klar war: Die Picot-Spitze am Ende wird durch Umschläge und zusammengestrickte Maschen erzielt. Die eine Hälfte wird dann einfach nach innen geschlagen und umgenäht.

    Problematisch war die erste Anprobe. Ich fand die Mitts so super, ich wollte sie gar nicht mehr ausziehen. Dabei sollten sie doch eigentlich ein Geschenk sein. Glücklicherweise hat da Frau Wollmeise vorgesorgt – ich habe noch genügend Garn übrig um für mich Rosi-Stulpen 2 zu stricken.

    Point Edge of Reason

    Geschrieben in Gestrickt,Tücher & Schals von Rebekka am 23 Februar 2010

    Der Point Edge Wrap ist dann pünktlich einen Monat nach Weihnachten auch fertig geworden. Die gefühlten 180 km kraus rechts waren irgendwann ein echter Kampf. Der Mann regte ständig besorgt an, ich solle mir doch ein neues Hobby suchen. Eines, wo ich nicht ständig schimpfen müsste.

    Ich habe nur 27 Repeats pro Edge gestrickt und nicht 28. Das Tuch war trotzdem über 180 cm lang, obwohl ich beim Spannen gar nicht bis zum Äußersten gezogen habe.

    Es sieht hübsch aus und steht meiner Mama sehr gut. Allerdings werde ich in nächster Zeit einen Bogen um kraus rechts machen.

    Gestrickt wurde mit Wollmeise Lace in dunkler Kirsche und Nadelstärke 4.

    Point by Point ooh Baby

    Geschrieben in Gestrickt,Tücher & Schals von Rebekka am 6 Januar 2010

    Point by Point wächst der Point Edge Wrap, den ich leider bis Weihnachten nicht fertig gekriegt habe. Die Spitzenborte macht Spaß, der Hauptteil ist so langsam ziemlich langweilig und ich möchte gern fertig sein. Ich kann es auch kaum abwarten, endlich zu spannen. Ich stelle mir vor, dass es dann nochmal deutlich hübscher aussehen wird. Ich mag auch die Farbunterschiede bei dem handgefärbten Wollmeise-Garn sehr, grade, wenn sie so ein bißchen diagonal sind.

    Es ist jetzt auch lang genug, dass man verschiedene Tragevarianten ausprobieren kann. Zusammengefaltet als Schal geht gut, Zacken unten, Zacken oben, mit Brosche oder mit Kragen wie oben im Bild.

    Gross Point Edge

    Geschrieben in Gestrickt,Tücher & Schals von Rebekka am 13 November 2009

    300 Gramm Wollmeisenwolle aufgewickelt. Das war begrenzt amüsant. Jetzt habe ich eine lustige Wollmelone, die man leider nicht von innen herausstricken kann.

    wollmeise_melone

    Daraus wird was, was zu Weihnachten verschenkt werden soll. Das müsste zeitlich auch noch klappen.

    pointedge

    Wollmarkt in Vaterstetten

    Geschrieben in Allgemein von Rebekka am 15 Oktober 2009

    Am Sonntag waren der Gatte und ich in Vaterstetten auf dem Wollmarkt. Der Gatte war mitgekommen, weil er messerschaft geschlossen hatte, dass viele Männer zum Tragen mitkommen müssten und die ja auch etwas essen müssten. Ergo würde es einen Würstelstand geben und den gedenke er zu frequentieren.

    Ich war etwas überrascht von der unglaublichen Menge an Leuten, die angerückt waren. Es war mir nicht klar, was für eine Massenveranstaltung das werden würde, insbesondere weil entäuschend wenig echte Wollstände da waren. Dann aber kam die Wollmeise und ich senkte glücklich meine Nase in die duftende Farbpracht.

    Der Gatte fungierte – zur Freude der Frau Wollmeise – als Fashion Berater. Es dauerte allerdings seine Zeit, bis er aufhörte von “Batik” zu reden. Spätestens als ich ihm an einem ausgestellten Strickstück zeigte, wie sich das dann tatsächlich verhält.

    Wir nahmen für den Point Edge Wrap für meine Mama ein Knäuel Lace-Garn in Dunkler Kirsche und ein Sockengarn “Skandal um Rosi” alleine wegen des Namens. Und ein bißchen auch, weil der Gatte sehr entsetzt war über meine erste Wahl Campari-Picolo. Er hat wohl immer noch Sorge, ich würde ihm etwas stricken und er müsste das dann tragen und versucht daher mäßigend auf meine Farbwahl einzuwirken.

    Dann ging ich Alpaca Lace bei Annettes Wollwerkstatt anfassen, beim Gatten aber übernahm der Blutzucker die Steuerung und parkte ihn zielsicher in die Schlange vor dem Lammwürstlwagen ein. Und beim gebackenen Ziegenkäse in Pita. Und beim Streuselkuchen. Ich durfte beißen.

    Die Schafschur fand ich nicht schön. Das arme Schäfchen guckte treudoof und wurde nach links und nach rechts gezerrt und dann nackig gemacht. Nee, lass mal. Das geht auch ohne, echt.

    Dann ging ich nochmal Alpaca Lace bei Annette anfassen.

    Der Mann fasste mit, allerdings die falschen Sachen. Sachkundig bemerkte er, dass die Wollmeise sich aber viel schöner angefühlt hätte. Nach kurzem Blick auf der Preisschild stellte er fest, dass sich dabei ja wohl auch eher um den Mercedes handeln würde. Ja.

    Ich kaufte dann Alpaca Lace bei Annette. Das nehm ich mit ins Bett, so zauberhauft, wundervoll zart ist es.

    Unten ein Bild meiner Beute. Ich fand mich recht bescheiden, hatte aber auch nur begrenzt Geld dabei. Ich weiß auch genau warum.

    beute_vaterstetten